War is over. If you want it. [Lyon]

Unlängst im MAC Lyon. Weil es immer aktuell ist …
War is Over. If you want it.
Als er 1969 gefragt wurde, was US-Präsident Nixon tun solle, um den Krieg in Vietnam zu beenden, starrt John Lennon ungläubig in die Kamera des Reporters und erwidert: „He should declare peace!“ Als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt. So einfach. So brillant.

Als Aktivisten ziehen sich Lennon und seine Frau Yoko Ono für den Frieden aus. Kaum jemand, der die berühmten Bilder des „Bed-in for peace“ im Amsterdamer Hilton nicht kennt.

Dass aber Yoko Ono eine unglaublich vielseitige Künstlerin ist und sich schon lange vor ihrer Beziehung mit Lennon einen Namen gemacht hatte, dass sie sich für Performances die Kleider vom Leib schneiden ließ, dass sie eine bedeutende Vertreterin der Konzeptkunst ist, habe ich erst vor einigen Wochen in der beeindruckenden Retrospektive „Lumiére de L’aube“ im Musée d’Art Contemporain in Lyon gelernt.

Yoko Ono:

I gave it the title LUMIÈRE because it is a new idea of what light can do. I have been waiting to present this work for a long time. It will happen in Lyon.

Mehr über die Ausstellung, die noch bis zum 17. Juli 2016 zu sehen ist, in Kürze hier im Blog.

PS
Foto als XL-Print auf Aludibond? Gibt es bei Cewe.

 

8 Gedanken zu “War is over. If you want it. [Lyon]

  1. Hallo Jutta,

    schön, daß solche Ausstellungen auch mal in der „Provinz“ und nicht nur in Paris oder London stattfinden. Du kennst sicher auch den „Imagíne Peace Tower“ in Reykjavík, der auf der Insel Viðey in der dunklen Jahreszeit in den Himmel strahlt. Vor Ort war ich da noch nie, ich kenne ihn nur von weitem.

    http://www.visitreykjavik.is/imagine-peace-tower

    Viele Grüße und ein schönes und „peacefulles“ Wochenende
    Winfried

    • Guten Morgen Winfried, auf jedem Fall! Wobei ich schmunzeln muss: Von Lyon hatte ich – genau wie von Yoko Ono – ein völlig falsches Bild! Dabei ist die Stadt so reich an Geschichte, ein Hot Spot für Kunst, moderne Gastronomie, es gibt Bohème-Viertel, die tolle von Jean Nouvel renovierte Oper und dann ist Lyon die drittgrößte Stadt und sogar die zweitgrößte Metropolregion in Frankreich. Hätte mich vor der Reise jemand gefragt, was denn so besonders an Lyon ist: Ich hatte mit den Schulter zucken müssen. Auf jeden Fall ist Lyon der perfekte Ort für diese Ausstellung. Wenn du Gelegenheit hast: Bis zum 17. Juli ist „Lumière de L’aube“ noch zu sehen. Den Imagine Peace Tower kenne ich auch nur von weitem … Auch dir Peace & Happiness, Jutta

      • Gute Idee, aber das klappt leider nicht ganz, da ich „bis kurz vorher“ in meiner schwedischen Lieblingsstadt Göteborg sein werde. Die zweitgrößte schwedische Stadt Göteborg ist vielleicht wie das französische Lyon. Klingt zunächst so unspektakulär –alle mögen mir verzeihen- wie bspw. Bochum oder Ludwigshafen, aber ich mag Göteborg. Tolle Stadt, tolle Umgebung (wie die Schäreninseln, die man besuchen kann oder bspw. Marstrand), viel Grün in der Stadt, guter ÖPNV und viel Kultur (wichtigste Oper und das bekannteste Symphonieorchester in Schweden), schicke Museen (vor allem das Stadtmuseum, Kunstmuseum, Universeum, Weltkulturmuseum, Maritiman u.v.a. mehr), viele Cafés zum Verweilen, die Altstadt Haga, die Kanäle, der größte skandinavische Vergnügungspark. Es muß nicht immer die wichtigste und bekannteste Stadt sein. Ich sehe gerade …. es gibt sogar einen Direktflug von Göteborg nach Lyon. Vielleicht sollte ich nicht nach Frankfurt zurückfliegen, sondern einen Abstecher über Lyon machen :)

      • Ah, das mit dem Rückflug ist eine sehr gute Idee Winfried! Aber Lyon läuft ja nicht weg. Im MAC Lyon wird es sicher viele weitere fantastische Ausstellungen geben (wobei „Lumiére de L’aube“ schon genial ist!). Ich schätze es gibt viele Städte, die ganz unverdient im Schatten größerer Metropolen liegen. Dabei sind sie es oft, die man viel besser zu Fuß erkunden kann, die man nicht mit der halben Welt teilen muss etc. pp. Wünsche dir schon jetzt viel Spaß in Göteborg! LG, Jutta

  2. Oh, auf den Beitrag freue ich mich, Jutta. (Ich hab seit Jahren die Fahrkarte nach Videy in meinen Portemonnaie und den Imagine Peace Tower fest im Gedächtnis.) Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Stefanie

    • Guten Morgen Stephanie, sich mit Yoko One zu befassen ist eine echte Offenbarung. In Lyon sind auch ganz krasse Dinge zu sehen. Ich hatte Yoko Ono immer nur als „Frau von John Lennon“ auf dem Schirm. Und aus eben diesem Grund war ich auch noch nicht auf Videy… Wünsche dir einen tollen Sonntag, ohne „Land unter“ wie bei uns und freue mich, wenn du hier morgen wieder hier vorbeischaust! Liebe Grüße, Jutta

Heraus mit der Sprache! Ich sehe es wie Karl Popper: "Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab."

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