Angry Child [Curaçao]

Sie ist knapp 64 Kilometer lang, 16 Kilometer breit, wird poetisch eine der „Inseln unter dem Wind“ genannt und gehört geographisch schon zu Südamerika: Curaçao. Das kleine Eiland in der Karibik, dessen Namen in Form schrill blau gefärbter Cocktails zum Inbegriff der Trinkkultur der 80er Jahre wurde, dessen Geschichte lange vor seiner Entdeckung durch Alonso de Ojeda im Jahr 1449 mit dem Volk der Arawak began und das heute ein Schmelztiegel der Kulturen ist, hat so etwas wie „Good Vibes“.Begegnung in den Gassen von PundaAngry eyes ...

Grau in Grau
Abgesehen von einem Zwischenstopp, der nicht einmal drei Stunden dauerte, hatte ich bis dato keinen Fuß auf karibischen Boden gesetzt. In meiner Fantasie, beflügelt von ausschweifenden Erzählungen und bunten Postkarten mit türkisblauem Meer und bunten Zuckerbäckerhäuschen, gab es diese Klischees: Sonne und Palmen, leuchtende Farben, rhythmische Klänge von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Auf den ersten Blick will Curaçao da nicht so recht ins Bild passen.

Ich hätte dankbar sein sollen, für die (in Wahrheit nicht ganz so) mächtige Wolkenschicht, die meine blasse Winterhaut schließlich vor tropischer Sonne schützt. Aber wer vor europäischem Schmuddelwetter flieht, möchte ein strahlendes Blau am Himmel. Sonnenschein und nichts weiter. Auch den Palmen geht das Grau in Grau wohl aufs Gemüt. Sie lassen traurig die staubigen Blätter hängen. Von leuchtenden Farben und üppiger Vegetation erst einmal keine Spur. Später erfahre ich, dass Curaçao unter einer langen Dürre leidet. Manche sprechen von sechs, andere von neun Monaten seit dem letzten Regen. Unterirdische Wasserreservoire sind längst erschöpft. Dass an der Oberfläche überhaupt noch etwas wächst, erstaunt mich. FarbspieleComing home
Was uns berührt
Beim Reisen stehen die Uhren nicht still für uns, das Leben nimmt auch in der Ferne seinen oft unspektakulären Lauf. Mit den kleinen und großen Sorgen der Menschen, ihren Freuden, mit Banalitäten. Und wenn wir ehrlich sind, dann sind es sogar die Geschichten des Alltags, die unsere Reisen so aufregend machen. Nicht der Bilderbuchstrand, nicht der Himmel, der in späteren Erzählungen – ach – so blau strahlt, die tropischen Fische, die in unserer Erinnerung viel zahlreicher, größer und farbenfroher scheinen. Nein, es ist das Unerwartete: Es sind die Begegnungen auf der Straße, die Beobachtungen in einem Café, der flüchtige Blick, der uns von neugierigen Fremden zugeworfen wird, die sich zu dem verdichten, was uns berührt.

Und so bin ich am zweiten Tag bereits mit dem kleinen Eiland versöhnt. Mit dem Himmel, der schon viel weniger grau erscheint und auch der Sonne ein Plätzchen einräumt, den Palmen, die sich plötzlich so majestätisch im Wind wiegen und dem tropisch-türkisen Meer. Es blitzt verheißungsvoll auf zwischen den Häusern hinter dem Marshé Bieu in Punda. PerspektiveFading
Marché Bieu
Der Marché Bieu, benannt nach der hübschen, ehemaligen Markthalle, ist eine große Garküche, in der es preiswerte kreolische Gerichte gibt. In kleinen und großen, gusseisernen Töpfen und Pfannen schmoren im offenen Feuer Fisch und Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Reis. Die Luft ist schwer, geschwängert vom Duft der Speisen und dem Geruch der Menschen. Obwohl es unbarmherzig heißt ist, füllen sich die Bänke an den großen Tischen schnell. Flinke Frauen balancieren Tabletts mit dampfenden Schüsseln und Tellern durch die schmalen Gänge. Eintöpfe sind auf Curaçao populär: „Karni stobá“ mit Rindfleisch beispielsweise oder „kabritu stobá“, ein Ziegengulasch. Mein Favorit: „sopi di kadushi“ – Kaktussuppe. Wer Spanisch oder Portugiesisch spricht, erkennt den Einfluss der Sprachen.

Ich bin froh, als ich der Hitze der Halle schließlich entkommen kann, schlendere die Straße hinunter, dorthin, wo ich das Meer zwischen den Häusern sehen kann. Hier ist es ruhig, kein Vergleich zum geschäftigen Treiben in der Markthalle. Ein paar Vögel hüpfen über den Gehweg und picken nach Essbarem. Der Weg ist jedoch eine Sackgasse und ich kehre um. Das Meer muss wohl warten. She's watching you
Mein "Angry Child" heißt eigentlich "NOS Despensa"Angry Child
Und dann treffe ich „sie“. Wütend starrt sie mich an, blickt aus großen, dunklen Kinderaugen auf mich herab. Das Gesicht eines Mädchens mit wild gekraustem Haar ist auf die Wand eines Hinterhofes gemalt. So lebendig, so ausdrucksstark, dass mir der Blick aus Pinselstrichen unter die Haut geht. Ein Portrait, das mich sofort an die Arbeiten von Guido van Helten erinnert. Ein Gesicht wie eine Fotografie. Ich mache einen Schnappschuss, poste es mit dem Titel „Angry child“ auf Instagram. Wenig später kommentiert der Künstler höchstpersönlich in meinem Feed:

„The child represents the people of Curaçao who’ve been witnessing the sad change going on along the coastline of our island for quite some, but especially the last 10 years. Corporations or people of money come here, buy out people that lived on the coastline for generations and then build resorts, dive-shops and other businesses and then close off the access to the shores. Even sadder than that is the fact that it is our own local people who have the job to stop this from happening that are not doing their job. They act as if nothing bad is happening or they simply ignore it … so yeah WE are getting angry! I appreciate the love.” Hommage an das Viertel Mariepampoen
"Mariepampoen Angel" von Garrick MarchenaDeutliche Worte von Garrick Marchena. Garrick, ausgebildeter Bauingenieur, der auf Aruba geboren und auf Curaçao aufgewachsen ist, arbeitet an seiner Karriere als Künstler. Die Entwürfe seiner Mutter, die eine talentierte Schneiderin war, inspirieren ihn schon als Kind, selbst zum Skizzenblock zu greifen, um seine Ideen auf Papier festzuhalten.

Mit seinen eindringlich poetischen Murals will Marchena Zeichen setzen, Spuren auf seiner Insel hinterlassen. Er fühlt sich eng mit Curaçao verbunden, sagt von sich selbst: „Yu di Kòrsou.“ – „Ich bin Curaçaoaner.“ Insbesondere die Situation von Kindern rückt Marchena immer wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Bewusstseins: „Sie sind das wichtigste Gut für unsere Zukunft.“ Ihre Schönheit und Unschuld sprechen aus seinen Werken. Pure Poesie: Mural von Garrick Marchena und Valerie Parisius
Eher zufällig entdecke ich in den nächsten Tagen weitere Murals von Garrick Marchena in und um Willemstad: Den „Mariepampoen Angel“, einen kleinen, hübschen Engel, den der Künstler seiner alten Nachbarschaft im Stadtviertel Punda gewidmet hat. Oder „Heart Overflowing“, meinem Lieblings-Mural, ein Werk, das Marchena zusammen mit der lokalen Künstlerin Valerie Parisius realisiert hat und das eine Wand jenseits der Sint Annabaai im Welterbe-Viertel Otrobanda ziert.

Ein ganz anderes Sujet zeigt “De dief en de jager” – “Der Dieb und der Jäger”. Ebenfalls ein Gemeinschaftsprojekt, diesmal zwischen Marchena und Daniel Leisner, das ich am Standrand von Willemstad entdecke. Der „Dieb“ ist der Trupiaal, ein heimischer Vogel, der für seinen wunderschönen Gesang bekannt und für seine diebische Ader berüchtigt ist. Der „Jäger“ ist der größte Raubvogel auf Curaçao, ein Falke oder Partawela, den man jedoch nur selten zu Gesicht bekommt. "The thief and the hunter" von Garrick Marchena und Daniel Leisner
Farben und Rhythmus
Ich mache unerwartete Entdeckungen und vermisse das, was ich eigentlich gesucht habe, überhaupt nicht. Da sitzt der Mann mitten im Gewimmel von Willemstad in seine Lektüre vertieft. Ein anderer hat ein paar alte Sessel auf dem Bürgersteig erobert und beobachtet in Seelenruhe Passanten. Über ihm an der Wand Nelson Mandela und Malcolm X. Die rundliche Frau mit der Einkaufstasche, die von weitem in die Kamera winkt und die dürre mit dem hübschen Kopftuch, die mir einen weniger freundlichen Blick zuwirft. Momentaufnahmen, Bilder die sich einprägen. Faces of Curaçao IGute Lektüre
Das Eiland schwingt in einem erstaunlichen Rhythmus, den man am besten im Mix seiner vielen Sprachen spüren kann. Obwohl Niederländisch Amtssprache ist und Englisch und Spanisch weit verbreitet sind, sprechen die meisten Einwohner Papiamentu. Papiamentu ist ein kreolischer Mix aus afrikanischen Sprachen, Spanisch, Portugiesisch, Holländisch, Französisch und Englisch, nicht zuletzt der Sprache der Arawak. Wie ein melodischer Singsang begleitet es Besucher durch die Straßen von Willemstad, in den bunten Dörfern, überall … Ebenso einzigartig wie die Sprache sind auch die Gesichter der Menschen, die den Schmelztiegel der Kulturen in all ihren Facetten spiegelt. Seitenweise Geschichte(n)Zuhause
Natürlich sehe ich auch das türkise Meer, umrahmt von vielen kleinen Buchten und weißen Stränden, die faszinierende Unterwasserwelt, die reiche Kultur und historische Stätten wie das UNESCO Weltkulturerbe Willemstad. Aber davon erzählt eine andere Geschichte.

© Text und Fotos: Jutta M. Ingala Misplaced chairs
Wer? Wo? Was?
Die südliche Karibikinsel Curaçao ist eine der Inseln unter dem Winde. Die poetische Bezeichnung verweist auf die Tatsache, dass das Eiland jenseits des Hurrikangürtels liegt und ein Ganzjahresreiseziel ist. Mit durchschnittlich 27 °C und einem stetigen Ostwind ist das Klima angenehm für Kultur-, Aktiv- und Strandurlauber. Wer auf den Spuren der bunten Murals von Garrick Marchena wandeln mag, findet hier die Standorte seiner Kunstwerke oder klickt rüber auf www.gmarchena.com für mehr Hintergrundinfo.

Lust auf mehr Bilder von Curaçao? Die gibt es auf Instagram!

Auf meiner Reise nach Curaçao wurde ich vom Curaçao Tourist Board unterstützt. Herzlichen Dank dafür!

35 Gedanken zu “Angry Child [Curaçao]

  1. Hallo Jutta!

    Ich fliege Ende Jänner für 2 Wochen nach Curaçao. Natürlich freue auch ich mich schon auf Sonne, Strand und Meer. Aber dein Beitrag hat meinen Wunsch, auch einen Einblick in den Alltag zu erhaschen, noch verstärkt. Danke für die Inspirationen!!

    Liebe Grüße,
    die Flugente

  2. Vielen Dank für diesen schönen Reisebericht und die vielen tollen Street Art Bilder. Schade, dass dort mittlerweile die schönsten Strände nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich sind, wie du sagst…

    • Hallo Sabrina, vielen Dank! Man muss das ein wenig relativieren: Ich habe in der Kürze der Zeit natürlich nur eine Handvoll Strände besucht – wobei die Insel ja auch nicht sehr groß ist. Aber man hat eben einen kleinen Obolus für den Zugang entrichten müssen. Dafür sind die Strände dann aber auch sehr gepflegt. Für viele Einheimische bedeutet es jedoch, dass sie es sich nicht mehr leisten können, an den Strand zu gehen, wann immer sie Lust haben. Es ist für lokale Verhältnisse einfach zu teuer. Das ist in der Tat schade … Lieben Dank fürs Vorbeischauen! Sonnige Grüße, Jutta

  3. Hey Jutta,

    wieder mal eine ganz wundervolle Geschichte von der Du erzählst. Da hat man das Gefühl man säße mit Dir in der Halle.

    ..aber dass Marchena noch an seiner Karriere als Künstler arbeiten muss, wundert bei den ausdrucksstarken Wandgemälden doch sehr ;)

    Grüße Christian

    • Hallo Christian, ich danke dir! Stimmt, hat er gar nicht mehr nötig! Die Murals gehen schon unter die Haut, nicht wahr? Lieben Dank fürs Mitlesen, sonnige Grüße, Jutta

  4. Moin Jutta,

    was für ein spannender Bericht.
    Da nehme ich meine Aussage noch mal ein wenig zurück bzw. korrigiere sie. Natürlich zieht mich der Norden jetzt mehr, aber derartige Geschichten einzufangen ist natürlich ganz was anderes. Ralph hätte da auch so seine wahre Freude daran. Klasse. ;-)

    Liebe Grüße,,
    Claudia

    • Hey, hey, Claudia, lieben Dank! Nicht wahr, es kommt eben immer auf den Blickwinkel an? Und Vorurteile – oder vorgefertigte Meinungen über Orte – muss man ohnehin über Bord werfen. Ich schließe mich in puncto Norden an – weißt du! Was ich auf der Karibikinsel aber wirklich genossen habe, war das Schwimmen im glasklaren, warmen Wasser. Mir ist zum Schwimmen sogar das Mittelmeer zu kalt und für Nord- und Ostsee bin ich noch nicht ausreichend abgehärtet. Aber ich arbeite dran! Danke fürs Mitlesen, sonnige Grüße, Jutta

  5. Hallo Jutta,
    ein klasse Artikel! Ungewöhnliche An- und Einsichten über die karibische Insel. Erfrischend anders – super! Ich bin übrigens ein großer Streetart-Fan und diese Werke sind richtig gut.
    Gruß, Andy

    • Hallo Andy, herzlichen Dank, ich freue mich, dass auch diese Seite der Karibik – oder zumindest von Curaçao – gut ankommt! Ich bin selbst ein ausgesprochener Streetart-Liebhaber, habe immer noch einen riesigen Fundus von Fotografien aus dem belgischen Dorf Doel. Die muss ich unbedingt bald veröffentlichen … Also: Stay tuned! Und lieben Dank fürs Mitlesen, sonnige Grüße, Jutta

  6. Hallo Jutta, interessanter Bericht mit ausdrucksstarken Bildern! Ich war vor über 10 Jahren auf Curaçau, aber irgendwie konnte ich mich mit der Insel nicht so richtiv anfreunden. Mal abgesehen, dass sie mir viel zu europäisch vorkam. Klar hatte auch ich die Karibikbrille auf. :-) Und wenn ich darüber nachdenke, hat es tatsächlich auch etwas mit den versperrten Strandzugängen zu tun und den absolut fußgängerunfreundlichen Straßen. Man war schon fast gezwungen ein Auto zu mieten, weil zu Fuß ohne Bürgersteige auch Nahes unerreichbar war.:-( Aber Wilhelmstad ist eine richtig schöne Stadt und diese tollen Graffityarbeiten hätte ich auch gerne entdeckt. LG Simone

    • Hallo Simone, danke für deine Eindrücke! Ich muss gestehen, dass ich auf der Insel komfortabel auf vier Rädern unterwegs war, nur in Willemstad zu Fuß. Die Hauptstadt ist wirklich charmant und es wird noch einen Bericht über die vielen bunten Häuser geben, denn ich war auf einer super interessanten Führung mit einem Architekten. Das war genau mein Ding! Die Murals sind relativ jung, zumindest die von Garrick Marchena. In der Qualität haben sie mich wirklich überrascht und ich war glücklich, zumindest vier von seinen Werken gesehen zu haben. Ein paar „Augen“ noch an einem Gebäude in der Ferne. Die konnte ich allerdings nicht fotografieren. Wenn du Lust hast, schau demnächst wieder hier vorbei: Dann gibt es auch einen Bericht über Sonne, Meer und eine unbewohnte Insel, zwei Bootsstunden vor Curaçao, die wirklich alle Sehnsüchte gestillt hat! Herzliche Grüße, Jutta

  7. Hallo Jutta,
    dieser andere Blickwinkel gefällt mir ja immer ausgesprochen gut bei dir. Auch diesmal. Ich freue mich auf mehr!
    Herzliche Grüße,
    Hannah

    • Hallo liebe Hannah, das freut mich natürlich sehr! Es sind halt die zufälligen Entdeckungen. Mann muss nur offenen Herzens durch die Welt gehen, dann kommen sie durch förmlich zugeflogen! Herzliche Grüße & bis bald, Jutta

  8. Liebe Jutta, wie immer hast Du ganz tolle Bilder mitgebracht. Ich war mal vor 20 Jahren auf Curacao und ehrlich gesagt ist mir nicht viel in Erinnerung gebleiben, außer der bunten Häuschen in Willemstad. Ich war aber auch nur auf der Durchreise gen Venezuela. Ich glaube heute würde ich alles mit anderen Augen betrachten. Schon interessant wie sich das Reisen im Laufe der Jahre verändert. LG/ Nadine

    • Lieben Dank Nadine! Ich denke (Reise- oder Lebens-) Erfahrung trägt natürlich dazu bei, Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Vor 20 Jahren habe ich meine Umgebung auch anders wahrgenommen, weil mich andere Dinge interessiert haben. Ich finde das auch gut so. Wäre ja langweilig, wenn wir uns selbst nicht entwicklen würden : ) Liebe Grüße und Danke fürs Mitlesen! Jutta

  9. Jutta, Du zeigst wunderbar auf, dass es eigentlich nicht so wichtig ist, wohin man reist, sondern dass viel mehr die innere Haltung zählt, mit der man das Reiseland aufnimmt. Kein Land dieser Welt kann es mehr aufnehmen mit den hohen Erwartungen, die Reisende aufgrund der Bilderflut hegen. Deshalb ist ein offener Geist so wichtig. Und die schönen Geschichten, die Du uns erzählst. Herzlich, Sabine

    • Liebe Sabine, ich danke dir! Ja, das Wohin? ist völlig egal, die offene Haltung beschert uns die schönsten Erlebnisse. Ich freue mich, dass du meine Meinung teilst! Wünsche dir einen schönen Abend, Jutta

  10. Wunderschöne Impressionen und eine tolle Geschichte! Ich finde schön, wie du Dinge in den Vordergrund stellst, die andere gar nicht beachtet hätten. Ganz viele Grüße
    Rebi

    • Hallo Reni, lieben Dank! Ich hoffe ja immer, dass ich ein wenig den Blick dafür schärfen kann, dass es hinter dem vordegrünfig Schönem oder Hässlichem noch eine ganz andere Ebene gibt. Danke fürs Mitlesen, LG, Jutta

  11. Vielen Dank für den Einblick in eine für mich völlig fremde Welt und Kultur. Es ist toll, wie sehr du uns immer hinter die Kulissen blicken lässt und mit den vorgeformten Klischees aufräumst. Die Vertreibung von Einheimischen aus günstigen Lagen ist wohl ein weltweites Phänomen.
    Liebe Grüße. :)

    • Bonjour! Ja, dass die besten Lagen von den dicksten Portemonnaies aufgekauft werden, ist wohl überall gleich. Eigentlich wollte ich diesen Aspekt ja gar nicht zum Thema machen, denn ich habe in meiner kurzen Zeit auf Curaçao nur die Aussage von Garrick Marchena dazu gehört. Ein schönes Gegenbeispiel: Mitten in Willemstad wurden nach und nach alte Häuser aufgekauft und renoviert und zu einem hübschen Boutique-Hotel zusammengeführt. Dort ist auch das Museum über die Geschichte der Sklaverei untergebracht. Ein sehr schönes Projekt und ein Museum, das unter die Haut geht. Darüber berichte ich in einem der nächsten Artikel. Liebe Grüße, Jutta

  12. Hallo Jutta,

    mal ein Bericht aus einer komplett anderen und mir absolut fremden Welt mit tollen ausdrucksvollen Bildern. Und was Wunder, auch das dt. Unternehmen DHL ist hier vertreten wie man unschwer erkennen kann.

    Daß die „Reichen“ und wahrscheinlich Urlaubskonzerne die Küsten für die Einheimischen nach dem Landkauf nicht mehr zugänglich machen, auch wenn diese erst einmal Geld dafür bekommen -wahrscheinlich ein Klacks, was das Land wirklich wert ist- ist sicher unschön.

    Leider ist das auf der ganzen Welt oft ähnlich. Wenn ich die Verbindung zu Venedig machen darf (wo ich öfters bin), da ist es ähnlich. Viele Reiche, die vielleicht 1-2 Wochen in der Stadt zubringen, kaufen Apartments und Palazzos auf und lassen sie dann fast das ganze Jahr über leerstehen. Und auch hier bekommt es die eigene Lokaladministration nicht hin, dieses Treiben zu unterbinden. So werden die Mieten immer teurer und jeder wundert sich, daß so viele Venezianer Venedig verlassen und aufs Festland ziehen.

    Viele Grüße
    Winfried

    • Guten Morgen lieber Winfried, ja, ich denke, das passiert am jedem attraktiven Ort der Welt. Ich war zu kurz auf Curaçao, um mir ein echtes Bild machen zu können. Es gibt private wie öffentliche Strände. Die privaten kosten nun natürlich Eintrittsgeld, werden dafür gepflegt. Dies ist ein Aspekt, den ich nicht in den Vordergrund stellen wollte, aber durch das Feedback des Künstlers wurde er eben auch zu einem (Rand)Thema in diesem Artikel. Lieben Dank fürs Mitlesen! Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche, Jutta

  13. Eine wirklich ungewöhnliche Seite von Curaçao zeigst du uns da! Gefällt mir gut. Schöne Grüße,
    Sven

    • Herzlichen Dank Sven! Einfach eine andere, unbekannte Seite. Ich mag es ja ohnehin, auch scheinbar gut bekannten Orten, etwas völlig Neues zu entlocken. Sonnige Grüße, Jutta

  14. Hallo Jutta, die Portaits von den Kindern sind wirklich schön! Also mir geht es jetzt genau wie dir: Das hätte ich alles NICHT mit Karibik verbunden. Umso mehr gefällt mir der Bericht! Dankeschön, LG, Steffi

    • Poetisch, nicht wahr? Mich erinnert die Art tatsächlich an den Australier Guido van Helten, von dem ich in Island einige wunderschöne Murals gesehen habe. Ich liebe Streetart! Sie kann so ausdrucksstark sein und ist für jedermann! Herzliche Grüße, Jutta

  15. Wow, das sind tolle Impressionen Jutta! Streetart und Curacao: klasse! Wird es auch noch Hintergrundinfo zu der Aussage von Garrick Marchena geben?
    Viele Grüße,
    Sophia

    • Hallo Sophia, danke dir sehr! Also zum Thema wird es keinen Blogpost geben. Es ist tatsächlich so, dass dort, wo es Ressorts gibt, der Strand privatisiert ist. Wer Zugang haben möchte, muss Eintritt bezahlen. Dafür sind die Strände dann 1 A. Land bzw. Strände, die öffentlich zugänglich sind, werden halt nicht so gepflegt. Dass die schönsten Landstriche von Unternehmen oder Privatiers mit großem Portemonnaie aufgekauft werden und dann für die Allgemeinheit nicht mehr zugänglich sind, ist wohl überall auf der Welt so. Leider. Danke fürs Mitlesen, sonnige Grüße, Jutta

Heraus mit der Sprache! Ich sehe es wie Karl Popper: "Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab."

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