Schafe im Schnee* [Färöer]

„Pass auf die Schafe auf!“, warnt der junge Mann am Autoverleih als er mir die Schlüssel in die Hand drückt. „Ja, mache ich. Ich kenne das aus Island.“ Er nickt, lächelt, wünscht mir gute Fahrt.

Die Warnung ist nicht grundlos. Ganze 70.000 der eigenwilligen Vierbeiner bevölkern die zerklüfteten Eilande im Nordatlantik, deren Name nichts anderes als „Schafsinseln“ bedeutet. Bei nur 48.000 Färingern sind das eine ganze Menge. 70.000 Schafe zählen die FäröerSchafe im Nebel
Noch bin ich nicht richtig angekommen, hier, am gefühlten Ende der Welt. Im Landeanflug ein Blick auf den Leitisvatn, dem See, der nur durch einen schmalen Grad vom Ozean getrennt ist und sich senkrecht daraus erhebt. Verstreute Inseln, bizarr geformt, mit spektakulären Steilklippen im Westen und sanft abfallenden Hängen im geschützten Osten. Die Eindrücke sind unwirklich. Ich suche nach Vergleichen, finde keine. Farben der Landschaft, verwaschen wie in einem Aquarell. Das Meer taucht immer wieder im Blickfeld auf, nur um gleich wieder zu verschwinden. Dann durchquere ich den Atlantik. Unterirdisch. Die Wände des Tunnels sind blanker Fels. Auf den Färöern sind auch die Schafe anders...Eigenwillige Vierbeiner
Auf den Färöern kann man sich eigentlich nicht verfahren. Schließlich sind die Distanzen kurz. Es gibt nur wenige Straßen, die die 18 Inseln, deren maximale Ausdehnung von Nord nach Süd 118 Kilometer beträgt, miteinander verbinden. Aber die Beschilderung ist spärlich und die Karte, die ich mir besorgt habe, so klein bedruckt, dass ich Straßennamen nicht entziffern kann. Längst habe ich aufgegeben, meinem Navi eine brauchbare Information zu entlocken: Vágar, Streymoy und Eysturoy scheinen in dessen Kosmos einfach nicht zu existieren.

So folge ich im moderaten Tempo dem gewundenen Auf und Ab der Straße, nach Schildern und Schafen Ausschau haltend, in der Hoffnung, vor Einbrechen der Dunkelheit mein Ziel zu erreichen. Natürlich verfahre ich mich, natürlich dämmert es und natürlich zieht auch Nebel auf, legt sich wie ein dicker Teppich über Hänge, Höfe und Straßen, hüllt mich bald ganz ein. 
Hjallur im Nebel
Typische Sicht: Nebel
Wildblumen

Am Morgen noch immer Nebel. Vor meinem Fenster Gras, gesprenkelt mit Wildblumen, Vögel, die nach Essbarem picken. Und Schafe. Dick, aufgeplustert und wolleweiß, andere sind scheckig und sehen etwas mitgenommen aus. Später lerne ich, dass der Sommer ungewöhnlich kalt und nass war, die Schafschur erst spät stattgefunden habe. Tiere, die man nicht zusammentreiben konnte, wurden eben gar nicht mehr geschoren. Ihnen hängt die alte Wolle nun in Fetzen vom Leib. 
Hjallur mit GrassodendachDieser Fisch ist nur DekoFermentiertes Lamm fürs KOKS

In einiger Distanz eine Holzhütte. Mit Teer gestrichen, das Dach mit Grassoden gedeckt. Es ist ein Hjallur, ein Trockenhaus. Die Fischleiber an der Fassade sind reine Dekoration, das Wesentliche spielt sich im Inneren ab: Hier hängen Fisch, Schafsfleisch oder Seevögel zum Trocknen und Fermentieren in der kühlen, salzhaltigen Luft. Für die Durchlüftung sorgen Schlitze in der Holzschalung. Ræst heißt die Methode, die seit Jahrhunderten genutzt wird, um Fleisch haltbar zu machen. 
Poul Andrias Ziska, Head Chef im KOKS

Wie fermentiertes Lamm schmeckt, finde ich am Abend heraus. Im KOKS. Das Restaurant im Hotel Føroyar hat schon einige Preise eingeheimst: „World’s Best Scandinavian Cuisine“ in 2014 und „The Nordic Prize“ in 2015. „Koks“ heißt auf Färöisch „das Unerwartete“. Das trifft es. Denn KOKS ist kein Restaurant. Es ist ein Erlebnis. Dinieren mit Blick über die Bucht von Tórshavn, 19 Gänge, jeder davon eine Überraschung:

Appetizer wie Seeigel mit fermentierter Petersilie, Chips aus Kabeljau – frittiert und dann schockgefrostet – serviert auf den Wirbelsäulenknochen des Fisches. Zu den Jacobsmuscheln wird mir ein Dolch gereicht, mit dem ich die Schale aufbrechen soll. Das Lamm ist Skarpræstur, also mindestens sechs Monate lang scharf abgehangen. Das Aroma ist intensiv, der Geschmack süßlich. Um den Gaumen zu neutralisieren wird Rhabarberkompott serviert: eine winzige Portion zwischen zwei winzigen Blättern. Delikat, kunstvoll. Rhabarber gedeiht gut auf den Inseln und ist in der färöischen Küche genauso populär wie Engelwurz, den wir – wenn überhaupt – wohl nur noch als Heilpflanze kennen. Fermentiertes Lamm mit Engelwurz
Im KOKS kommt auf den Tisch, was die Inseln hergeben. Und der Ozean. „Seeigel, Langusten und Jacobsmuscheln hat unser Tauscher heute früh aus dem Meer gepflückt“, erzählt mir Head Chef Poul Andrias Ziska. Ja, warum nicht? Der eigene Taucher… Ziska und sein Team sammeln selbst Wildblumen und Seetang, destillieren den Geschmack und die Gerüche der färöischen Landschaft zu außergewöhnlichen Kompositionen. „Wir nutzen althergebrachte Methoden wie Trocknen, Räuchern oder Fermentieren, konzentrieren uns auf lokale Produkte und interpretieren sie neu.“ Einfach, rein, frisch. Unerwartet, Etwas, das sogar ein ungeschliffener Gaumen wie der meine schmeckt.

*„Schafe im Schnee“ ist ein Roman von Huldar Breiðfjörð. Szenen von den Färöer Inseln. Aufgeschrieben von einem Isländer. Eine Empfehlung übrigens von Stefanie vom eloquent geschriebenen Blog In der Nähe bleiben.
Bucht über Tórshavn© Text: Jutta M. Ingala. Fotos: Claes-Bech Poulsen, Jutta M. Ingala

Wer? Wo? Was?
Im Mai 2015 wurde KOKS als bestes Restaurant des Nordens mit dem The Nordic Prize ausgezeichnet. Das Restaurant unter Leitung von Poul Andrias Ziska befindet sich im Designhotel Føroyar, hat Dienstags bis Samstags ab 18.30 geöffnet und bietet ein ganzheitliches Erlebnis. Neben der preisgekrönten färöischen Küche genießt man im KOKS eine grandiose Aussicht über die Bucht von Tórshavn.

KOKS
45 Oyggjarvegur
100 Tórshavn
Färöer Inseln
T 00298 333 999
www.koks.fo
Zarte HalmeAuf Reisen stilvoll ins Restaurant? Dafür gibt es die intelligenten Taschen von Moleskine. Zum Beispiel meine myCloud Tote Bag: tagsüber praktische Fototasche, abends schicker Begleiter.

Auf meiner Reise auf die Färöer Inseln wurde ich von Visit Faroe Islands unterstützt. Herzlichen Dank dafür!

39 Gedanken zu “Schafe im Schnee* [Färöer]

  1. Danke für diesen schönen Bericht und die tollen Bilder: Du hast mir Lust auf einen Besuch gemacht. Nicht nur wegen des 19-Gänge-Genusses :-)

    • Merci Eduard! Die kleinen Inseln sind wirklich einen Besuch wert. Das Leben dort ist auch heute noch hart, verlangt den Menschen in vielerlei Hinsicht einiges ab. Die Natur ist willkürlich und bestimmt den Rhythmus des Alltags. Für viele von uns ist das gar nicht mehr vorstellbar, nicht wahr? Danke für deinen Besuch und sonnige Grüße, Jutta

    • Hallo Helmut, herzlichen Damk! Es ist wild, romantisch, anders. In Kürze mehr :) Sonnige Grüße (von unterwegs auf dem Weg nach Islsnd) und einen schönen 2. Advent! Jutta

  2. Hallo Jutta,
    ich sehne dem Tag entgegen, an dem wir endlich zu den Färöern aufbrechen. Nicht, dass ich einen besonderen Faible für Schafe hätte. Aber ein Land, dass so weit im Norden, trotzdem so grün und schön und ruhig ist, das muss man doch gesehen haben.
    Danke für die Bilder, die machen das Fernweh erträglicher :D

    Janina

    • Hallo Neni, herzlichen Dank fürs Vorbeischauen! Bei Schafen bin ich ja immer etwas unschlüssig: Sie haben so sonderbare Augen! Aber sonst sind sie natürlich ganz wunderbar wuschelig und hübsche, helle Tupfer in der Landschaft : ) In Kürze schon mehr Geschichten von den Inseln! Herzliche Grüße, Jutta

  3. Also es sieht aus wie im Märchen und es liest sich auch so. Gibt es solche Ort? Ich muss mir die Augen reiben!
    Allerliebste Grüße
    Anne

    • Guten Morgen Anne, ja, solche Orte gibt es! Die eigentliche Landschaft wirst du später auf Fotos sehen: die Inseln sind an einer Seite wie abgehackt. Es sieht aus, als sei da ein Riese am Werk gewesen und hätte das Land entzwei gerissen! Auf den Färöern gibt es übrigens auch das höchste Kliff der Welt (den Namen müsste ich aber nachschlagen). Es ist alles ein wenig unwirklich. Und in den Häusern scheint die Zeit stehengeblieben zu sein… Zumindest in einigen! Herzliche Grüße, Jutta

  4. Liebe Jutta, wie wundervoll! Koks wie Tunnel unter dem Meer wären für mich ja gleichermaßen herausfordernd. Hut ab vor Deiner Unerschrockenheit. Ich freue mich auf die nächsten Artikel, Stefanie (Und vielen, vielen Dank für die Erwähnung und Verlinkung)

    • Psssst, Stefanie, die Färöer lassen einen in dem Glauben, alles sei gaaaaanz wild. Aber sie machen dir das Abenteuer wirklich leicht. Zumindest dann, wenn draußen nicht gerade auf Sturm tobt. Und klar: Ich muss doch meine genialen Quellen nennen! Liebe Grüße, Jutta

  5. Hach, da weht gleich ein frische Brise Meeresluft herein. Deine Fotos und Beschreibungen sind wahnsinnig schön. Dieser Nebel und die triefnassen Wiesen. Das Restaurant würde ich auch gerne mal ausprobieren, obwohl ich wahrscheinlich bei 19 Gängen kapitulieren müsste. ;) Aber es sieht alles so köstlich aus. Dass es solch schönen Taschen von Moleskine gibt, wusste ich ja noch gar nicht. Danke für den Tipp. Ich nutze immer deren Notizbücher für meine Aufzeichnungen auf Reisen.
    Liebe Grüße. :D

    • Ah, eine Seelenverwandte! Ja, die Taschen sind ebenso raffiniert simpel und schön wie die berühmten kleinen Notizbücher. Klick dich mal durch!
      Um ehrlich zu sein: Als ich Gang Nummer 19 – das Dessert – auf dem Teller hatte, war es dann auch genug für mich. Aber die Portionen waren allesamt mini. Das ist zu schaffen! Beim knusperfrischen Sauerbrot – ein ganzer Laib – musste ich allerdings passen : ) Die Färöer sind etwas für Menschen, die der Natur, auch den kleinen Schönheiten wie Wildblumen oder dem Wolkenspiel am Himmel, viel abgewinnen können. In meiner nächsten Geschichte nehme ich dich übrigens mit in die Häuser der Färinger! Vielleicht magst du dann auch wieder mitlesen! Sonnige Grüße, Jutta

  6. Moin Jutta,

    schön auch mal eine andere Seite von den Faröer Inseln kennen zu lernen. Das mit dem Essen sieht ja recht spannend aus, aber 19 Gänge? Was für ein Aufwand. ;-)

    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Hallo liebe Claudia, ja, die Färöer haben viele Facetten und es freut mich, dass dir diese gefällt! Das Menü war genial und der Aufwand wirklich enorm. Aber alles zubereitet von Menschen, die mit Herzblut bei der Sache sind. Und aus wenigen, lokalen Zutaten, die das Team ja zum Teil ganz tatkräftig selbst erntet. Ein junger Berliner war dabei, der erzählte, dass er das Großstadtleben zwar vermisst (und auch eine Färöer-Pause braucht), aber fasziniert ist von dem, was er im KOKS z. B. über so Ungewöhnliches wie „Fermentieren“ lernt, über Zutaten wie Wildblumen, grüne Äpfel oder Engelwurz. Diesen unkomplizierten Ansatz, der so typisch für die Menschen dort zu sein scheint. In der nächsten Geschichte werde ich einen Blick in färöische Wohnstuben werfen! Liebe Grüße, Jutta

    • Hallo Anja, herzlichen Dank! Freut mich, dass er dir gefällt! Mit dem nächsten Post gibt es ein wenig mehr Einblick in den Alltag der Färinger. Wünsche dir einen guten Start in die Woche! Sonnige Grüße, Jutta

    • Guten Morgen Andrea, auf den Färöern waren sie eine ziemlich bunte Mischung! An Schafen bewundere ich, dass sie so zäh sind und ihnen auch extreme Witterungsverhältnisse so leicht nichts anhaben können. Danke fürs Vorbeischauen, sonnige Grüße, Jutta

  7. 19 Gänge zum Abendessen! Aber die Speisen klingen spannend! Und das Ganze mit einer tollen Aussicht gewürzt – das würde uns auch interessieren. Ein toller Artikel, wie immer, liebe Jutta.

    • Unglaublich, nicht wahr Monika? Aber die „Gänge“ waren mini, insofern konnte ich mich gut durch die 19 Variationen probieren. Ich fand es göttlich! Trotz der für unseren Gaumen vielleicht ungewöhnlichen Aromen. Alles war kunstvoll inszeniert, es war einfach ein ganz wunderbares Gesamterlebnis! Üblicherweise bin ich eher der Café-Gänger, habe wenig Geduld in Restaurants. Hier waren die Stunden – drei waren es – total kurzweilig. Ich glaube ein Besuch auf den Färöern ohne ein Abendessen im KOKS kann ich nicht mehr empfehlen : ) Herzliche Grüße, Jutta

    • Lieben Dank Ulrike! Die Inseln sind ziemlich einfach zu bereisen, weil sie so klein sind, die Distanzen so gering. Toll zum Wandern natürlich und einfach wunderschön fürs Auge. Naja, das Wetter muss natürlich mitspielen und das ist dort oben im Atlantik ein bisschen eigenwillig : ) Die Färinger sind übrigens interessant: Man sieht wenig äußerliche Gemeinsamkeiten. Manche sehen aus wie Südländer. Ich fand das ziemlich spannend. Herzliche Grüße, Jutta

  8. Hallo Jutta,

    ein toller Bericht. Beim Lesen und Ansehen der Bilder kann ich mir gut vorstellen, wie es beim Autofahren ist „Wo bin ich eigentlich?“. Und bloß nicht von einer Klippe fallen. Die Färöer-Inseln sind sicher einzigartig in Europa, sehr abgelegen, Natur pur und Menschen, die von den Tieren und vom Meer leben. Klingt ein bißchen wie Island, wenn man Reykjavík ausklammert. Mit dem Essen hätte ich persönlich mein Problem, da ich nichts aus dem Meer mag (ist halt so) und bei anderen „exotischen“ Sachen wohl auch. Aber ich kann mir gut vorstellen, auch wenn ich Deine Bilder sehe, daß das erwähnte Restaurant KOKS schon eine kulinarische Angelegenheit ist. Den sicher auch leckeren Nachtisch hätte ich aber sicher nicht ausgeschlagen :)

    Wahrscheinlich war es für Dich erst mal ein Schnupperurlaub und ich kann mir gut vorstellen, daß Du irgendwann wieder dorthin kommen wirst.

    Viele Grüße
    Winfried

    • Hallo Winfried, es gab auch Leckeres, das nicht aus dem Meer kam. Und ja, leckeren, süßen Nachtisch! Ganz klar, dass ich auch meine Favoriten hatte, aber ich probiere ja gerne, selbst wenn ich üblicherweise Fleisch links liegen lassen. Ich war fasziniert von dem Ideenreichtum. Und Engelwurz! Die Pflanzen finde ich mit ihren kugeligen Blüten toll anzusehen. Dass ich sie einmal auf dem Teller haben würde, hätte ich nicht gedacht. Ja, diese Reise war tatsächlich nur ein kleiner Appetithappen. Ich würde gerne noch einmal auf die Insel reisen, mit mehr Zeit und vor allem mit meinen Männern im Schlepptau. Send dir sonnige Grüße, Jutta

      • Ich hätte mich auf den Färöer-Inseln sicher an Lammfleisch gehalten. Das ist sicher so gut wie in Island.

        Wie ich weiter „oben“ lese … fliegst Du dieses Jahr noch nach Island? Du Glückliche. Ich wäre ja eigentlich auch in zwei Wochen in Island :( Aber da muß ich noch ein Jahr warten.

      • Hallo Winfried, ja, das war sehr gut! Ob das mit Island klappt, weiß ich noch nicht ganz genau. Ich bin leider bei meinen Planungen auch immer auf dei Unterstützung von Familie & Co. angewiesen. Es wird sich in dieser Woche entscheiden. Dir weiterhin gute Besserung. Und Island läuft dir ja nicht weg! Herzliche Grüße, Jutta

  9. Wieder ein Traumartikel von Dir! Ich habe letztens (ich glaube, das war letzte Woche) im Fernsehen einen Bericht über die Färöern gelesen und mir noch gedacht: „Wie wenig schöne Ecken man auf der Welt kennt“. Die Färöern kannte ich bisher noch nicht mal als Wort und war vom Film fasziniert. Dein Artikel fängt noch mehr Schönes ein – danke Dir.

    • Hallo, liebe Tanja, ja den Bericht im TV habe ich leider verpasst. Meine Eltern haben mir davon erzählt. Die Färöer sind so ganz nach meinem Geschmack: rau, ungeschönt, unberechenbar. Die Menschen sind sehr offen und herzlich. Bei einigen war ich zuhause. Stell dir das einmal vor: Die haben mich einfach in ihr Wohnzimmer eingeladen! Das Restaurant hätte dir übrigens gefallen. Jeder Gang wurde vom Koch, der ihn zubereitet hatte an den Tisch gebracht und es wurde ausgiebig erklärt, was man da auch dem Tellerchen oder im Schälchen hatte, wie es zubereitet wurde. Allein das macht einen Besuch im KOKS schon zum Erlebnis! Bald gibt es MEHR Landschaft von den Färöern hier auf dem Blog! Ganz liebe Grüße, Jutta

  10. Hach, das Nebel so schön sein kann! Ich weiß jetzt nicht ob ich in meinem Leben schon mal etwas Fermentiertes gegessen habe? Schaffleisch gehört ebenfalls nicht zu meinen Favoriten, aber was Du auf den Tellern hattest, schaut köstlich aus!

    • Hallo Gudrun, ich finde, dass manche Landschaften ihre Schönheit erst im Nebel so richtig entfalten! Wobei es auch ein beklemmendes Gefühl ist, auf unbekannten Straßen unterwegs zu sein und die Hand vor den Augen nicht zu sehen! In Island habe ich Hákarl – manche sagen „Gammelhai“ – probiert. Der war stechend und furchtbar. Lamm oder Schaf ist mir meist auch zu „teigig“. Ich bin ohnehin kein ausgesprochener Liebhaber von Fleisch. Aber hier im KOKS gab es einige Variationen mit Lamm und das war so zart, das fermentierte süßlich. Wirklich interessant! Mir hat vor allem auch die unglaubliche Kreativität gefallen: Wenige Zutaten, alles lokal, toll kombiniert. Soßen aus Wildblumen. Für mich war das eine ganz neue, fantastische Erfahrung. Übrigens konnte man den Köchen auf die Finger schauen : ) Liebe Grüße, Jutta

    • Hallo, liebe Sabine, dieser Abend im KOKS war grandios! Lauter kleine Happen, kunstvoll arrangiert auf wunderschöner Keramik oder Porzellan. Lauter verschiedene Aromen. Ein frisch gebackenes, warm dampfendes Sauerbrot, geräucherte Langustinen in einem kleinen Gefäß: Als der Deckel gehoben wurde, zogen mir die würzigen Räucherschwaden in die Nase. Mein Favorit: Eine Reduktion aus grünen Äpfeln mit Verbene und gefrostetem Limonenöl. Das war so unglaublich lecker und sah so wunderschön in der kleinen Porzellanschale aus. Ganz toll! Herzliche Grüße, Jutta

Heraus mit der Sprache! Ich sehe es wie Karl Popper: "Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab."

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