Góðan daginn Ísland! Halló vetur! [Island]

Góðan daginn! Ich lasse mich in den Sitz am Fenster fallen, stöpsle mein Smartphone zum Aufladen ein und kann zum ersten Mal an diesem Vormittag durchatmen. Denn beinahe – aber eben nur beinahe – säße ich nicht im Icelandair-Flug nach Reykjavík, sondern im Zug ins niederländische Nirgendwo. Winterlandschaft
Züge in Holland sind zuverlässig. Pünktlich, komfortabel und für mich die erste Wahl, um von meinem verschlafenen Heimatort im Münsterland nach Schiphol zu reisen. Ich muss nur schnell über die Grenze huschen, knappe acht Kilometer sind es bis zum Bahnhof.
Doch da beginnt das Malheur. Der Ticketautomat stellt auf stur: Kreditkarten nimmt er heute nicht und auch sonst nur Karten niederländischer Couleur. Ich gehöre zu den Menschen, die ganz altmodisch immer auch Bargeld im Portemonnaie haben, aber Scheine mag der Automat genauso wenig. Er besteht auf Münzgeld. Der Bahnhof ist klein. Einen Schalter gibt es nicht, nur die bockige Technik und den liebenswürdigen Herren, der mir rät, an der Tankstelle vis-à-vis Münzen zu besorgen. Schon sehe ich mich in Wintermontur meinen Koffer über die Straße schleppen und den Zug verpassen. Aber Mijnheer bietet an, das Gepäck in Obhut zu nehmen. Misstrauisch bis ins Mark willige ich nur ungern ein, laufe los, springe so leichtfüßig es in dicken Stiefeln eben geht über ein Blumenbeet und über den Stolperdraht – den ich natürlich bemerkt habe –, lasse mir das Fahrgeld wechseln und haste zurück. Im nächsten Augenblick spüre ich schmerzvoll, dass es dort noch den Stolperdraht gibt… IcelandairIsland von oben
Unterwegs habe ich nette Gesellschaft. Leider für sehr viel länger als mir lieb ist. Denn ausgerechnet heute fährt die Bahn in Holland nicht pünktlich ab. Ich nehme es gelassen, schließlich kalkuliere ich Zeit immer großzügig und wir erreichen Schiphol tatsächlich rechtzeitig. Doch bevor ich meinen Koffer durch die Tür wuchten kann, schließt sie sich wieder. Und bleibt verschlossen. Der Zug rollt an. Adieu Flughafen! Rufen, Knöpfe drücken, gegen die Scheibe hämmern: Nichts hilft. Immerhin sind wir in unserem Dilemma zu zweit. Irgendwie tröstend. Irgendwie auch nicht. Denn meine großzügig kalkulierte Zeit rinnt dahin. Adieu Island? 
„Góðan daginn!“ verheißt an diesem Morgen mehr als nur „Guten Tag!“: Die Maschine hat abgehoben, ich bin tatsächlich an Bord, um mich herum aufgeregte Reisende, die Island entgegenfiebern. Island, dem Winter, Nordlichtern, einer grandiosen Landschaft, einer guten Zeit.

„Góðan daginn!“ ziert die Nackenstütze des Passagiers vor mir. Die englische Übersetzung wird gleich mitgeliefert. Einen Sitz weiter heißt es „Ský“. „Himmel“ vermute ich, aber „Wolke“ ist das richtige Wort. Mein Blick schweift nach draußen. Ein Fensterplatz bei einem Tagflug ist wunderbar und hier, an der rechten Seite, werde ich später eine fabelhafte Aussicht haben. Wir überfliegen die Färöer, die Inselgruppe deren Bewohner sich ähnlich wie die Isländer eine eigene Sprache erhalten haben. Bald taucht das winterweiße Island unter mir auf. Durchzogen von feinen Linien, Flüssen, die sich aus dem Hochland in die Ebene hinabschlängeln. Dazwischen Bergkämme und Krater erloschener Vulkane. Eine unwirklich schöne Landschaft. Schon landen wir. „Sjáumst aftur!“ – „Bis bald!“ Bis morgen. 
Denn bevor ich ins Winterwunderland eintauche, zieht es mich nach Reykjavík. In der kleinen, bunten Metropole knapp südlich des Polarkreises beginnen und enden die meisten „Love affairs“ mit Island. Aus mancher Affäre wird gar eine dauerhafte Beziehung. Wie in meinem Fall: Ich bin hoffnungslos verliebt in die Insel. Dies ist mein vierter Besuch.

Isländer sind feinsinnig, lieben Literatur und Musik. Gedichte, die vom Wogen des Meeres erzählen, sind in der Hauptstadt auf den Gehsteig gepinselt. Die Farben des Ozeans, der Berge und des Himmels spiegeln sich in der Fassade des grandiosen Opernhauses Harpa, die Harfe. Es ist ein Gesamtkunstwerk von Ólafur Elíasson. Hier treffen sich Reykjavík und die Welt. Zum Beispiel um bei den alljährlichen Iceland Airwaves großartige isländische Musik von Samaris oder Mugison zu feiern. Aber ich schwärme nicht nur für preisgekrönte Architektur, sondern auch für die kunstvollen Murals der Stadt. Vom Australier Guido van Helten stammen die jüngsten Werke, denen Häuserfassaden als großzügige Leinwand dienen. Sinnliche Streetart nach Szenen aus dem Bühnenstück „No Exit“. Zu bestaunen am alten Hafen. 
Und als wäre das für den ersten Tag noch nicht genug, bereitet Island mir in der Nacht einen wirklich grandiosen Empfang: der Himmel explodiert, Aurora tanzt. Abermillion Sterne funkeln durch den grünen Schleier, der sich rasch bewegt und immer schönere Formen annimmt. Er rollt sich anmutig zu Spiralen, fächert auf, streckt sich der endlosen Weite entgegen und dann mischt sich sogar ein Hauch von Rot ins Grün. Ganz so, als hätte Aurora Rouge aufgelegt für ihr schönes Spiegelbild in der Lagune.Islandschafe
Im Winter erstarrt Island zu einer pastellfarbenen Traumlandschaft. Das Licht ist weich, den kurzen Tagen folgen Sonnenuntergänge, die den Himmel violett färben. Ist es kalt genug, gefrieren Wasserfälle zu bizarren Skulpturen und um die Südküste legt sich ein Tuch aus feinem Nebel. Die letzten Schafe werden aus dem Hochland abgetrieben, um die nächsten Monate im Stall zu verbringen. Im nächsten Frühjahr gibt es neue Lämmer. Und reichlich Wolle für warme Islandpullis. Es wird still. Winterlandschaft
Nur unter der Oberfläche bleibt die Natur in Bewegung. Heiße Quellen, die Outdoor-Pools heizen und Badebegeisterte auch bei Minusgraden locken oder als Geysir effektvoll Wasserfontänen spucken. Die Schlammtöpfe zum Kochen bringen und die Landschaft mit Dampfschwaden überziehen. Und dann ist da das Eis, das sich im Gletscher ächzend Zentimeter um Zentimeter voran schiebt, um schließlich das Tor zu einer weiteren, einzigartigen Welt zu öffnen: den Eishöhlen. Besuchen kann man sie tatsächlich nur im Winter und auch nur mit einem erfahrenen Guide, der das Eis im Blick behält. JökulsárlónJökulsárlón
Eishöhlen entstehen irgendwann, irgendwo unter dem Gletscher. Sie überdauern oft nur einen Winter. Ihre meterdicken, glasklaren Wände leuchten in allen Schattierungen von Blau und fast scheint es, als würden sie wogen wie die Wellen der See, die nur ein paar Kilometer weiter gegen die Küste donnert. Dort gibt es einen Perspektivenwechsel: Vom Gletscher brechen kleine und große Eisberge. Was in der Höhle glasklar und blau leuchtet, wird im Sonnenlicht schnell milchig weiß, bekommt eine Craquelé-Oberfläche, fließt mit der Strömung dem Ozean entgegen. Nicht sofort. Es können Jahre vergehen. Aber dann geht alles ganz schnell: Das Salzwasser nagt am Eis, bringt neue Formen zutage, wirft den Berg, der jetzt nur noch eine Scholle ist zurück an den Strand, wo schließlich alles vergeht.

„Vertu sæll Ísland!“ – Auf Wiedersehen Island, ich komme wieder. Denn wir beide, wir haben tatsächlich eine dauerhafte Beziehung. JökulsárlónJökulsárlón
© Text und Fotos: Jutta M. Ingala

Wer? Wo? Was?
Nordlichter, Eishöhlen, gefrorene Wasserfälle: Naturphänomene, die allein von Spätherbst bis Frühjahr in Island zu beobachten sind. Zu kalt? Nein, denn das Klima in Island ist dank warmer Meeresströmung mild. Extreme Minusgrade gibt es im isländischen Winter nicht. Dafür jedoch attraktive Preise zum Beispiel bei Flug- oder Kurztrip-Specials von Icelandair. Und wer mit der Airline auf dem Weg nach Nordamerika ist, kann einen gratis Stopover in Island einlegen. Das natürlich auch im Sommer.

Schon gewusst, dass jedes Flugzeug von Icelandair nach einem isländischen Vulkan benannt ist? Auf dem Hinflug war es Snæfellsnessjökull, nach dem Vulkan in Westisland, der Jules Vernes zu seinem Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ inspiriert hat. Auf dem Rückflug Hengill, Namensvetter des Vulkansystems im Nationalpark Thingvellir, der historischen Versammlungsstätte und Ort des ersten isländischen Parlaments. Seit Frühjahr 2015 fliegt Hekla Aurora mit Aurora Borealis-Lichtshow in der Kabine.

Mehr Bilder aus Island „on the road“ gibt es übrigens auf Instagram unter meinem Hashtag #InLoveWithIceland

Ein großes Dankeschön an Icelandair für die Einladung zum Flug nach Island im Oktober. Diese Reise wurde außerdem unterstützt von Visit Vatnajökull und Ice Walk. Herzlichen Dank dafür!

47 Gedanken zu “Góðan daginn Ísland! Halló vetur! [Island]

  1. Island! Drei Sommermonate durfte ich dort verbringen. Aber im Winter an diesen geheimnisvollen Orten dem Nordlicht entgegen lauschen, das ist noch so ein Traum….. Wie wunderbar, dass ich mich hier schon einmal einträumen kann.
    Herrlich auch die von Dir geschilderten Unbillen des Reisebeginns. Zugfahren in Holland kann manchmal ganz schön tricky sein.

    • Und mir fehlen die Mittsommernächte und der Blick auf Lupinenfelder zu meinem Island-Glück, liebe Sabine! Es war wirklich ausgesprochenes Pech, was an diesem Vormittag auf dem Weg nach Schiphol passiert ist. Aber so gibt es immerhin Geschichten zu erzählen! Herzliche Grüße nach Bayern, Jutta

  2. Hallo,
    über Instagram bin ich zu Deinem Blog gelangt und er direkt in meinen Feed! Da ich grad in Reykjavík Urlaub mache kann ich Deine Liebe zu dieser einmaligen Insel vollkommen nachvollziehen. Ein wunderschöner Fleck Erde an dem kein Tag wie der andere ist. Über kurz oder lang werde ich wiederkommen und das Land auf eigene Faust erkunden. Jetzt wo ich es ein bisschen kennengelernt habe will ich mehr davon.
    Viele Grüße
    Tina

    • Hallo Tina, oh, da beneide ich dich aber gerade sehr! Ja, es gibt wohl nur wenige Menschen, die sich dem rauen Charme des Landes entziehen können. Sind es die Menschen, die Farben, die Extreme der Natur? Ich kann gar nicht festmachen, was mich so sehr fasziniert. Wahrscheinlich ist es der einzigartige Mix! Ich wünsche dir noch einen tollen Aufenthalt in Reykjavík und einen guten Start ins neue Jahr! Sonnige Grüße, Jutta

  3. Ich habe heute deinen Blog über einen Link auf Facebook entdeckt und mich direkt „festgelesen“. Ich liebe Reiseblogs, die lange Reiseberichte schreiben und tolle Fotos hochladen. Und da bin ich hier genau richtig. :) Ich freue mich schon darauf weitere Texte von dir zu lesen. LG Myriam

    • Guten Morgen Myriam, herzlichen Dank für das Kompliment! Freue mich über neue Leser und natürlich über aufmunternde und auch kritische Kommentare. Bis bald an dieser Stelle, alles Gute für 2015, Jutta

  4. Das hört sich einfach wunderbar an. Ich war zwar noch nie in Island, aber du hast mich mit deinem Bericht mitgenommen…diese Natur, einfach wunderschön… und irgendwann möchte ich auch mal hin.

    Alles Liebe,
    Simone

    • Hallo Simone, lieben Dank! Island ist ganz wunderbar und hat so viele schöne Gesichter. Und natürlich gibt es auch einen milden Sommer mit Mitternachtssonne und Millionen lila blühender Lupinen. Den kenne ich übrigens auch moch nivht :) Danke fürs Vorbeischauen und frohe Festtage! Herzliche Grüße, Jutta

  5. Hallo Jutta! Ich kann dich gut verstehen, auch ich plane immer großzügig viel Zeit ein, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Wenn’s dann doch mal (unverschuldeterweise) knapp wird bis zum Abflug, werde ich ganz schön nervös. Aber die Erfahrung zeigt: Bei fast 70 Flügen allein in den letzten beiden Jahren habe ich noch keinen einzigen davon verpasst. Fragt sich nur, ob das auch ein Fall für „früher oder später“ ist ;-)

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Ich will ebenfalls wieder zurück nach Island! Und dann auch was vom Snæfellsnessjökull sehen, statt nur die Nebelsuppe drum herum :D

    Liebe Grüße aus Thailand,
    Flo

    • Hallo Flo, glücklicherweise bin ich auch noch nie zu „spät“ gekommen, aber zweimal war es SEEEEEEHR knapp bei Langstreckenflügen! Wenn man dann noch quer durch den Frankfurter Flughafen oder Schiphol sausen muss, liegen die Nerven wirklich blank!
      Ja, auf die Halbinsel möchte ich auch gerne noch einmal, denn bei meinem letzten Besuch war Sturm. Es gibt immer Argumente, um nach Island zurückzukehren : ) Sonnige Grüße nach Thailand und ein frohe Weihnachtstage! Jutta

  6. Wow, sehr schöner, interessanter Bericht. Vorallem die Bilder der Aurora sind magisch! Macht Lust auf Island, im Spätsommer geht es für mich hoffentlich auch dorthin :)
    Gruß aus Neuseeland
    Daniel

    • Guten Morgen Daniel, herzlichen Dank – freue mich! Im Spätsommer wird es zwar keine Aurora in Island geben, aber dafür soooo viele andere schöne Dinge, denn Island ist einfach zu jeder Jahreszeit wunderschön. Aber ich denke, Neuseeland auch!? Schöne Grüße ans andere Ende der Welt, Jutta

  7. Schön geschriebener Artikel über Island. Alles sehr treffend beschrieben!! ich bin heute nach 15 Tagen Urlaub auch wieder von dort begeistert zurückgekommen.

    • Hallo Winfried, lieben Dank! Ich habe immer einmal an dich gedacht: Seid ihr unbeschadet durch den Wintereinbruch gekommen? Und wie war es überhaupt? Hat der Flug zum B. stattgefunden? Bin gespannt! Schöne Grüße, Jutta

      • Hallo Jutta, es war wieder sagenhaft, auch wenn es jetzt bereits mein siebter Ausflug dorthin war. Der Flug von Akureyri über den Bárðarbunga hat leider wegen nicht gutem Wetter die fünf Tage, die ich in A. war, nie stattgefunden. Die ersten Tage lag in ganz Island überhaupt kein Schnee. Selbst der Dettifoss war bei meinem Ausflug dorthin komplett schneelos, keinen Millimeter Schnee. Sehr ungewohnt für Anfang Dezember. Am Tag darauf setzte er dann aber flächendeckend in Island ein. Am 01.12. war in ganz Island ein schrecklicher Sturm, wo auch alle Ausflüge abgesagt wurden. Auch im Süden war es an zwei weiteren Tagen teilweise so stürmisch, daß Teile der Ringstraße gesperrt wurden, weil Autos von der Fahrbahn gefegt wurden oder steckengeblieben waren. Und gestern mußten wir bei einem Ausflug nach Snæfellsnes diesen obwohl schon in der Anfahrt dorthin, abbrechen, weil die Straßenmeisterei die Straßen dort kurzerhand gesperrt hatte.

        Ansonsten war mein Highlight dieses Jahr vier Volltreffer mit Nordlichtern, einmal in Akureyri, dreimal in der Reykjavik-Umgebung. So toll wie dieses Jahr habe ich sie noch nie gesehen. Insbesondere letzten Sonntag, in grün und teilweise in rot. Und fast wie in Büchern abgebildet. Die Auroa-Aktivität lag an diesem Tag bei 6, auch wenn das nicht immer etwas besagen mußte. Es konnte eigentlich nichts schiefgehen :)

        Ansonsten 3x Blaue Lagune, einmal Fontana Steam Bath, einmal Mývatn Nature Bath und 4 Mal im Geothermalbad in Akureyri. Sehr entspannend alles. Und natürlich einige weitere Ausflüge. CDs mit isländischer Musik und einige Bücher wurden auch mitgenommen. Und heute morgen um kurz nach drei war wieder die spannende Frage …. „Geht der Koffer und die Reisetasche zu?“

        Jetzt muß ich die nächsten Tage meine hunderte an Bilder sichten usw.

        Viele Grüße
        Winfried

      • Das hört sich absolut großartig und auch abenteuerlich an! Fantastisch, dass die Nordlichter gerade so verrückt leuchten. Für mich ist das Himmelsleuchten eines der schönsten Naturphänomene überhaupt! Teilst du deine Fotos auf Google+? Wenn ja, magst du mich taggen, damit ich auch nichts verpasse? Und ich denke, nun musst du erst einmal „ankommen“ und ausschlafen :) Herzliche Grüße, Jutta

      • Hallo Jutta, unter meinem G+-Account http://www.google.de/+winfriedkastner findest Du einige Bilder, auch von den 4x Nordlichter-Erfolgen, direkt aus der Kamera und unbearbeitet. Bei einigen „helleren“ Aufnahmen muß ich dann noch etwas Helligkeit rausnehmen, da bei den Aufnahmen Vollmond herrschte.

  8. Wow, einfach nur atemberaubend! :D
    Bei Island denke ich ja immer an die wunderschönen Wasserfälle, dass es aber auch wunderschöne Küsten und Eisformationen gibt, hatte ich ein wenig ausgeblendet. Danke fur’s Augen öffnen. ;-)
    Liebe Grüße
    Christina

    • Hi Christina, außer dichten Wäldern gibt es wohl nichts, dass es in Island nicht gäbe : ) Trotz der kleinen Fläche ist die Landschaft unheimlich vielfältig. Drama überwiegt natürlich, aber gerade im Herbst und Winter, wenn das Licht so sanft ist, wirkt vieles unheimlich poetisch! Die Küstenlinie ist an vielen Stellen auch von Fjorden eingekerbt und im Osten, rund um den Vatnajökull – Vulkansystem, Gletscher, Nationalpark – gibt es viele Gletscherzungen, die quasi bis ans Meer heranreichen. So ist auch die Lagune Jökulsárlón entstanden. Ein tolles Schauspiel, wenn von dort das Eis ins Meer gespült und dann in kleineren Schollen zurück an den Strand geworfen wird! Sonnige Grüße, Jutta

  9. Wieder einmal einfach super tolle Bilder! So schön! Das macht sogar Lust auf Island, wenn ich auf Hawaii sitze! :-) Auf dem Weg hierhin hatte ich (leider nur) eine Zwischenlandung auf Island, inklusive Drama am Schiphol. Ich kann dir was das anbelangt als gut nachfühlen.

    • Guten Morgen Sarah, na ja, Hawaii fände ich auch extrem reizvoll : ) Herzlichen Dank, freut mich, dass die Bilder Lust machen! Ich bin ja ein großer Fan der (gar nicht sooooo) kalten Insel und bin völlig begeistert von Polarlichtern Eishöhlen & Co. Aber auch die vielen kleinen Dinge, wie die zwar wenigen, aber wunderschönen Pflanzen, die sich in dem rauen Klima ein Plätzchen zum Wachsen suchen, oder die versteckten, kleinen Wasserfälle, die Lavafelder, die mit dickem Moos überwachsen sind und wie gigantische Teppiche aussehen. Hat was! Aloha, Jutta
      PS: Was ist dir denn in Schiphol passiert?

      • Na die wollten mich erst gar nicht boarden lassen, weil angeblich mein Weiterreiseticket nicht in Ordnung war. Drei Stunden später und zig Telefonate nach Amerika, liessen sie mich dann doch ins Flugzeug und haben eingestanden, dass eigentlich alles in Ordnung war… Na ja, schlussendlich bin ich ja jetzt in Hawaii.

    • Danke dir! Und es lohnt sich wirklich im Winter nach Island zu reisen: Ist einfach märchenhaft! Auch ein wenig günstiger als im Sommer :) Danke fürs Vorbeischauen, sonnige Grüße, Jutta

  10. Wow!!!! Mit deinen Bildern wächst das Bedürfnis noch mehr, Island endlich mal mit eigenen Augen zu erleben…
    Liebe Grüße Heike

    PS: Manchmal muss eben etwas hektisch beginnen, um die Schönheit dann noch mehr genießen zu können ;)

    • Hallo Heike, ich hätte mir schon eine ganz entspannte Anreise gewünscht. Die Hektik am Bahnhof, der Sturz, blutiges Knie (Hose natürlich kaputt, die musste ich in Schiphol dann erst einmal entsorgen) und dann das Drama am Flughafen… Aber dann war alles gut! Und Island hat mich mal wieder mehr als entschädigt! Es ist wirklich wunderschön, natürlich auch mal widerspenstig (besonders das Wetter), aber das Land gibt einem etwas, das ich zuhause oft vermisse: So eine totale Gelassenheit. Island tut einfach gut! Bald mehr hier im Blog, sonnige Grüße, Jutta

  11. Hallo Jutta,

    wieder mal ein schöner Bericht und wunderbare Fotos. Du hast Recht, wer könnte sich nicht in dieses Land verlieben. Diese raue und einzigartige Landschaft hat aber offensichtlich auch die Menschen geformt, die dort leben. Jene die ich kennen lernen durfte sind warmherzige, liebenswürdige und lebensbejahende Menschen. Vielleicht ist es das Leben „auf dem Vulkan“, der den Isländern diese besondere Sicht auf das Leben gibt.

    Bei meiner bisher (leider) einzigen Islandreise war eines der schönsten Erlebnisse die Ankuft auf dem Flughafen. In keinem anderen Land wurde mir bis jetzt ein „Velkominn heim!“ gewünscht. Irgendwie fühlt man sich mit diesem Land verbunden, welches nicht sein eigenes ist, irgendwie fühlt man sich zu hause, jedenfalls geht das mir so. Leider lässt die Vernunft und lassen die Lebensumstände nicht immer zu, allen romantischen und träumerischen Gefühlen nachzugeben. Doch Island ist seit dem in meinem Herzen und ich weiß, daß ich wiederkommen werde.

    Viele Grüße

    Jens

    • Hallo Jens, herzlichen Dank fürs Vorbeischauen, Schmökern und Kommentieren! Ich bin wirklich glücklich, dass ich nun schon einige Reisen auf die schön Inseln unternehmen konnte, aber Hand aufs Herz: Eigentlich ist es ganz egal, wie oft und wie weit wir gereist sind. Ist es nicht viel wichtiger, wie intensiv wir den Ort, den wir besuchen, erleben? Und das hast du auf deiner Island-Reise ganz offensichtlich getan! Ich mag es sehr, wenn jemand die kleinen Dinge wahrnimmt und sich dafür erwärmt. Das Große, Einzigartige ist schließlich nicht zu übersehen :) Und ich stimme dir zu, dass das raue Land seine Bewohner spürbar geprägt hat. Viele (Nicht-Isländer) vergessen bei all der landschaftlichen Schönheit, dass das Leben in den kleineren, abgeschiedeneren Orten auch heute noch hart sein kann. Da gibt es beispielsweise eben keine Hebamme mehr im Ort und Frauen müssen 400-500 km auf sich nehmen, um in der Hauptstadt ihr Kind zur Welt zu bringen. Oder viele andere Dinge. Trotzdem strahlen die Menschen für mich insgesamt eine wunderbare Gelassenheit aus. Lebensbejahend wie du auch sagst. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass Island früher als erwartet wieder auf deinem Reiseplan steht! Sonnige Grüße, Jutta

  12. Góðan daginn liebe Jutta,
    ich sitze hier im grauen kalten nassen Norddeutschland und mir kullern die Tränchen beim Lesen deines Betrichtes und deiner Wahnsinn’s Aufnahmen…danke Jutta!
    Bless! von Herzen Gabi

    • Oh, liebe Gabi, das ist ja Balsam für die Seele! Die Tränen natürlich nicht, aber ich freu mich ganz doll, dass du als Island-Liebhaberin und -Kennerin zum Schmökern hier vorbei schaust! Das Grau hat auch was, Regen natürlich weniger, aber wahrscheinlich wird ja bald Schnee daraus! Herzliche Grüße, Jutta

  13. Welch ein schöner Beitrag. Und die Fotos sind, wie immer, atemberaubend schön. Im Winter will ich auch unbedingt noch mal nach Island.
    Aber wie hast Du es denn nun doch noch rechtzeitig zum Flug geschafft. Oder habe ich da was überlesen?
    Liebe Grüße. :)

    • Den Winter kann ich nur empfehlen! Es gibt dann so viel Schönes zu entdecken! Tja, der Zug… Die andere Reisende, die übrigens mit ihrem kleinen Sohn auf dem Weg nach Australien war, hatte sogar die Notbremse gezogen, aber es tat sich immer noch nichts. Nach vielleicht zehn Minuten – die uns wie eine Stunde vorkamen! – tauchte ein Schaffner auf. Der hat ein wenig herumtelefoniert, der Zug hielt kurz darauf und fuhr nach einer Weile zurück nach Schiphol. Das hätte er ohnehin getan, aber jemand (der Zugführer) hat gepennt. Auch in anderen Abteilen gab es ein paar Passagiere, die es nicht hinaus geschafft hatten. Meine Zeit wurde sehr knapp (denn ich musste/wollte ja auch noch die zerrissene Hose vom Sturz über den Stolperdraht wechseln …), aber ich habe es geschafft. Ein wenig verschwitzt, wie ich zugeben muss : ) Wünsche dir ein tolles Wochenende, Jutta

  14. Liebe Jutta, das sind ja wieder ganz tolle Eindrücke von einer sehr imposanten Landschaft. Ohne je da gewesen zu sein, kann man sich deine Liebe zu ihr, dank deiner Bilder und Beschreibungen, nur zu gut ausmalen. Danke, dass du sie mit uns teilst. Dein Start in den Tag hätte auch von uns sein können. ;-)
    Herzliche Grüße,
    Claudia

    • Claudia, ganz herzlichen Dank! Ich freue mich, dass es tatsächlich so rüberkommt, denn es ist ja nicht einfach nur so dahingesagt: Ich mag dieses Land wirklich sehr! Vor allem ist es die Natur. Das Wunderbare – abgesehen von Nordlichtern und Eishöhlen, über die man einfach nur staunen kann – ist die faszinierende Farbwelt. Im Oktober war alles irgendwie pastellig, aber häufig leuchten die Farben, von denen es ja nur wenige, aber in vielen Schattierungen gibt, unglaublich intensiv. So als wolle die Natur sich für immer in deinem Kopf einprägen. Faszinierend finde ich auch die Pflanzenwelt: Du musst schon suchen, um die kleinen Dinger zu finden, aber es gibt wunderschöne Exemplare! Alles ist eine Tick rauer, aber nicht wahr, einen rauen Wind und klare Luft, das mögen wir ja!? Liebe Grüße, Jutta

  15. Hallo Jutta,
    Toller Artikel und deine Fotos sind ja echt der Hammer! Du scheinst ne tolle Zeit gehabt zu haben.
    Lg, Claudi

    • Hi Claudi, aww, so ein tolles Kompliment am Morgen! Vielen Dank! Ja, Island hat sich mal wieder von seiner besten Seite gezeigt. Mit Nordlicht-Spektakel in fast jeder Nacht und ganz viel EIS! Ein wenig mehr Schnee wäre auch schön gewesen :) Danke fürs „Mitreisen“, Grüße aus dem frostigen Münsterland, Jutta

    • Ich finde Island ja immer toll : ) Aber im Winter einfach unschlagbar! Ich mag die kühle, klare Luft und dann diese Farben, das Himmelsspektakel (mit ein Quäntchen Glück) und das schöne, das faszinierende Eis, das so viele Formen annehmen kann. Sende sonnige Grüße, Jutta

Heraus mit der Sprache! Ich sehe es wie Karl Popper: "Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab."

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