Geht unter die Haut [Frankreich]

Mit Buchverlosung [Beendet!] „Tour de France“ von Julian Barnes | … enthält Werbung

Sie bringt es auf eine Oberfläche von etwa eineinhalb bis zwei Quadratmetern. Je nach Statur ihres Besitzers. Könnte man sie wiegen, pendelte sich der Zeiger zwischen zehn und zwölf Kilogramm ein. Das entspricht ungefähr 16 Prozent des individuellen Körpergewichts. Gemeint ist die menschliche Haut. Unser größtes und vielleicht wichtigstes Sinnesorgan. Die Haut lässt uns zwischen warm und kalt unterscheiden, als Frühwarnsystem signalisiert sie Schmerz und schützt vor Verletzungen. Gleichzeitig reagiert sie faszinierend vielfältig auf Berührung und ist Spiegel unserer Gefühle. Sie ist unsere Kontaktfläche zur Außenwelt.

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Die Natur als zweiter Körper [Frankreich]

Über Naturismus und den Umgang mit unserem eigenen Körper | … enthält Werbung

Vor wenigen Tagen hallte es wie ein Donnerschlag durch die Presse: Das LWL-Museum Münster hatte 61 nackte Besucher zur Führung durch die aktuelle Ausstellung begrüßt. Die heißt passenderweise „Nudes“ und entstand in Kooperation mit der Tate, London.

Unerhört? Oder ganz natürlich?

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Slow Food im Glashaus [Niederlande]

Zu Gast in der Brasserie Meelfabriek Zijlstroom in Leiderdorp

Die Zijl ist ein kurzer Fluss in Südholland. Im Süden markiert sie die Grenzen zwischen Leiden, der Geburtsstadt Rembrandt van Rijns und dem kleineren Leiderdorp. Um das Jahr 1000, als der Nederrijn – der Niederrhein – bei Katwijk noch in direkter Verbindung mit der Nordsee stand, wurde auch die Zijl von den Gezeiten beeinflusst. Später verschlammte diese Mündung. Die fehlende Entwässerung verursachte regelmäßig Überschwemmungen, die bis ins Rheinland spürbar waren. Hinderlich für die Schifffahrt und den Handel. Schon früh fanden die Niederländer eine pragmatische Lösung für das Problem: gruben aus, leiteten ab. Seitdem haben sich Flussläufe verändert, ist neues Land entstanden und die Zijl strömt wieder ruhig dahin.

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Sonntagsspaziergang [Belgien]

In den Straßen von Arlon

Im entlegensten Zipfel Belgiens liegt die wallonische Provinz Luxemburg. Die größte ist gleichzeitig auch die am dünnsten besiedelte Provinz des Landes. Sie flirtet im Osten mit dem gleichnamigen Großherzogtum und wird zur Unterscheidung auch Belgisch Luxemburg genannt. Im Süden schmiegt sie sich an Frankreich, wo Longwy, die vom großen Sébastien de Vauban, Baumeister des Sonnenkönigs, entworfene Festungsstadt, und Sedan mit seiner mächtigen, mittelalterlichen Burg von einer wehrhaften Geschichte erzählen. Der Einfluss der Nachbarländer auf die Provinz ist in vielem spürbar, haben sich doch Grenzen im Lauf der Jahrhunderte immer wieder verschoben. Geblieben sind architektonische Zeugnisse, Kulinarisches, vor allem die Sprache: Belgisch Luxemburg ist frankophon.

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Reben und Römererbe [Mosel]

Auf den Straßen der Römer | … enthält Werbung

Exakt 544 Kilometer legt die Mosel von ihrer Quelle am Col de Bussang in den französischen Vogesen bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz zurück. 544 Kilometer, auf denen sie Lothringen durchfließt, sich in Remiremont mit der Moselotte vereint und den Naturpark Ballons des Vosges flüchtig streift. Bei Épinal verbindet ein drei Kilometer langer Arm des Canal des Vosges den blaugrünen Fluss mit der Saône und der Rhône und so auch mit dem fernen Mittelmeer. Bei Nancy, das sich prächtiger spätbarocker Architektur und zahlreicher Art Nouveau-Bauten rühmen kann, schlägt die Mosel einen eleganten Bogen und wird schließlich kurz hinter Thionville zur natürlichen Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland. Schwungvoll mäandernd setzt sie hier deutliche Akzente ins Landschaftsbild. Begleitet von Weinbergen, die zu den steilsten Hanglagen Europas gehören und reizvolle Aussichten aufs Flusstal bieten.

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Unterwegs mit Voltaire, Beuys und anderen Persönlichkeiten [Niederrhein]

Menschen am Niederrhein | … enthält Werbung

Die Region hat ganz gewiss schillernde Persönlichkeiten hervorgebracht, vor allem jedoch Charaktere: Dieter Nuhr, der seine ersten Lebensjahre in Wesel verbrachte, macht intelligentes Kabarett. Dafür erhielt er 2014 den „Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache“. Auch als Fotokünstler macht er von sich reden. Till Brönner, gebürtiger Viersener, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Jazztrompetern. Und die heute in London lebende Claudia Schiffer, Supermodel der 1990er und Muse von Karl Lagerfeld, wuchs in Rheinberg auf. Zuletzt kuratierte sie die viel beachtete Ausstellung „Captivate! Modefotografie der 90er“ im Düsseldorfer Museum Kunstpalast.

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Klöster, Schlösser und Landschaftsgärten [Niederrhein]

Von hübschen Häusern und verwunschenen Gärten | … enthält Werbung

Am Niederrhein reihen sich Herrenhäuser, Rittersitze und Klöster, bezaubernde Schlösschen und andere charmante Gebäude voller Geschichte und Geschichten wie Perlen auf einer Schnur. Entlang Schwalm, Nette und Niers und in die Landschaft gestreut. Manche Häuser sind privat bewohnt, andere stehen leer und warten darauf, aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Wieder andere überraschen hinter ihren alten Mauern mit Kunstsammlungen oder einem Boutique-Hotel. Gutshöfe haben auf Biolandwirtschaft umgestellt, verkaufen ihre Produkte in eigenen Hofläden oder organisieren Workshops für Körper und Geist. Besonders sind sie alle.

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Auf den Spuren der Römer [Niederrhein]

Weltkulturerbe und andere Hinterlassenschaften | … enthält Werbung

Bis an Rhein und Lippe sind sie gekommen, die Römer auf ihrer Expansion gen Norden. Dabei haben sie zahlreiche Spuren hinterlassen. Und manche Annehmlichkeit. Aquädukte etwa, für die Frischwasserversorgung über weite Strecken, auch Warmwasserleitungen und Bäder sind geschätzte römische Erfindungen. Selbst Meilensteine, die frühen Orientierungspunkte, und die Münzherstellung brachten die Römer an den Niederrhein. Doch wer hätte gedacht, dass sogar Walnüsse und Kastanien, Birnen und die zwischen Heinsberg und Wesel so weit verbreiteten Äpfel römische Hinterlassenschaften sind?

Den Spuren der Römer folgend entlang der Lebensader Rhein, der natürlichen Grenze zwischen dem einst römischen und germanischem Gebiet, die seit 2021 als „Niedergermanischer Limes“ Teil des UNESCO Welterbes ist, neue Orte entdecken und bekannte Orte mit anderen Augen sehen.

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Wandern am Niederrhein

Vom Naturpark Schwalmtal-Nette bis zum Dämmerwald | … enthält Werbung

Am Niederrhein ist alles im Fluss. Wo die Region beginnt und wo sie endet, das weiß eigentlich niemand so ganz genau. Denn Rhein und Rur, Nette, Niers und Lippe gestalten das Land auch heute noch. Oder wieder. Etwa dort, wo Renaturierungsprojekte greifen. Sie nehmen Besucher mit auf ihre gemächliche Reise durch die meist flache Landschaft, wo man – so heißt es – bereits beizeiten sieht, wer demnächst zu Besuch kommt. Freie Sicht bis zum Horizont, bizarre Kopfweiden und schlanke Pappeln, weite Äcker auf denen Kohl, Kartoffeln und Spargel so gut gedeihen und die im Herbst von Wildgänsen erobert werden. Auf der anderen Seite Urwaldzellen, Bruchwald, Jahrhundertealte Buchen. Der Niederrhein lässt sich bestens in Wanderschuhen erkunden. Neun grenzüberschreitende Premiumwanderwege mäandern durch den Naturpark Schwalm-Nette oder im Uedemer Hochwald werden die Waden auf unerwarteten Steigungen massiert und der Dämmerwald ist ganz anders als sein Name vermuten ließe, oft lichtdurchflutet. Wandern entlang der schön gewundenen Niers oder durch die weitläufige Dingdener Heide, das Heideblühen an den Loosenbergen erleben, Winzlinge am Schwarzen Wasser beobachten oder seltene Wasservögel auf der Bislicher Insel. Barfuß laufen in der Üfter Mark. Wandern am Niederrhein geht so weit. Und so gut!

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Menü am Meeresboden [Norwegen]

Vor der Küste Norwegens liegt ein von Menschenhand geschaffener Fels am Meeresgrund, der architektonisches Meisterwerk, Gourmetrestaurant und Lebensraum für Ozeanbewohner zugleich ist.

An der Südspitze Norwegens, dort, wo sich das Meer ungestüm an Land wirft, Seestürme aus Nord und Süd aufeinanderprallen und tückische Strömungen lauern, wacht seit 1655 Lindesnes Fyr über das Skagerrak. Einst schüchterner Schein aus drei Dutzend Kerzen, lässt der Leuchtturm sein Licht heute weit übers Wasser tanzen, um Schiffe sicher über die berüchtigte Seestraße zwischen Nord- und Ostsee zu geleiten. Landmarke, Zuflucht. Noch immer wird Lindesnes Fyr von den zwei einzigen Leuchtturmwärtern Norwegens betrieben – eine modern gelebte Tradition.

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