Selfie am Strand

Eisbären gibt es auch in Island

„Hark, now hear the sailors cry, smell the sea, and feel the sky, let your soul and spirit fly, into the mystic…” (Van Morrison) Vulkanasche im Eis
Irgendwann flackert ein Foto über meinen Bildschirm: Ein Freund watet mit aufgekrempelten Hosenbeinen durchs Wasser. Der Himmel über ihm dunkelgrau, er trägt Winterjacke, Schal, Mütze… Und steuert auf einen Eisberg zu. Eigentlich ist es eine Eisscholle, aber „Wow!“, gibt es so einen Ort? Weiterlesen

Glatt, transparent, mächtig: Eis am Vatnajökull

Drei Farben Blau: Eis [Island]

Nasse Füße sind nie gut. Es sei denn, du läufst barfuß und die Temperaturen bewegen sich (weit) über 0 Grad. Klar, dass ich in Island weder barfuß unterwegs bin, noch dass sich am 1. März die Temperaturen auch nur annährend frühlingshaft anfühlen.

Selbst der steinige Boden der Höhle leuchtet blau
Ich stehe in voller Winter-Montur inklusive wasserdichter (!) Trekkingboots am Strand. Arktischer Ozean. Kleine und große Eisberge vorm Objektiv. Tolle Fotomotive. Die Wellen rollen in sicherer Entfernung aus. Perfekt. Warum ich dann plötzlich bis zum Knöchel im Wasser stehe weiß der Kuckuck! Natürlich sind die Boots nicht wasserdicht (Sollte ich mich beschweren?) … Weiterlesen

Balto, das alte Boot und ich

Das alte Boot und das Meer [Island]

„There is nothing more beautiful than the way the ocean refuses to stop kissing the shore line, no matter how many times it’s sent away.” Ramandeep Singh

Balto, das alte Boot und ich
© Foto: Runólfur Hauksson
Hätte mich vor 14 Tagen jemand nach meinem Lieblingsort am Meer gefragt, wäre die Antwort „Jökulsárlón, Island!“ gewesen. Ohne Zweifel. Die Gletscherlagune, in der große und kleine Eisberge treiben und in so wahnsinnig vielen Blautönen leuchten, ist (m)ein Traumfleckchen auf Erden. Jökulsárlón liegt am Arktischen Ozean – oder Nördlichen Eismeer, was es anschaulicher beschreibt. Schön kalt, gerade ganz nach meinem Geschmack. „Meer“ muss für mich nicht tropisch sein. Weiterlesen

Maske von Folkert de Jong

Gestatten: Mondriaan, mit zwei „a“ [Niederlande]

Unzählige Mal bin ich an der weißen Villa mit dem kleinen Schild „Mondriaan“ vorbeigefahren. Der Künstler Piet Mondriaan habe einmal dort gelebt. Der Meister der Abstraktion, der Herr über Gelb, Rot und Blau. „Ob man die Villa besichtigen könne?“ Niemand wusste Genaues und da das hübsche Gebäude zwar auf meinem Fahrweg, nicht aber auf meinem Fußweg lag, ist es bei Blicken geblieben und beim „Ach, bald muss ich aber doch einmal klingeln …“

Haus im Haus - Museums Café
Die Villa steht auch heute noch am Zonnebrink 4 im niederländischen Winterswijk. Inzwischen habe ich tatsächlich dort angehalten, geklingelt. Weiterlesen

Reykjavík: kühle Schöne, hitzige Natur [Island]

Ein Land, das nicht mit Superlativen geizt: Island, die größte Vulkaninsel der Erde ist mit nur 319.575 Einwohnern gleichzeitig der am dünnsten besiedelte Staat Europas. 45 Erdbeben soll es pro Tag geben, die meisten bleiben jedoch unbemerkt. Die Erde spuckt und dampft unablässig, macht ihren Launen in zischenden Geysiren und kochenden Schlammtöpfen Luft.

Island FJallsárlón
Ihre kühle Schulter zeigt uns die Insel im Osten, wo sich Europas größter Gletscher auf 8.300 Quadratkilometern bis an den Atlantik ausbreitet. Dettifoss, mächtigster Wasserfall im Norden, oder Látrabjarg in den Westfjorden, einer der spektakulärsten Vogelfelsen der Welt – die Liste der Rekorde ist lang und die Isländer erzählen gerne davon. Ganz am Rand, im nordöstlichen Zipfel des Landes, liegt Reykjavík, unser Ziel für ein verlängertes Wochenende. Weiterlesen

Nature Rewired

Nur ein Katzensprung [Niederlande]

… ist es bis nach Holland. Ein, zwei Kilometer von meiner Haustür bis zur Grenze. Plus, minus. Wer nimmt das schon so genau? Wer hier im Achterhoek aufgewachsen ist weiß ohnehin, dass die Uhren jenseits der Grenze anders ticken. Das Leben scheint ein wenig bunter, unbeschwerter, das Lachen ist lauter. Und das macht Holland für mich so anziehend.

Nature Rewired Kaninchen
Genau genommen gehört meine beschauliche Heimatstadt natürlich nicht dazu. Nicht zum Achterhoek, nicht zu Holland. Und genau genommen ist das dort drüben auch nicht Holland: Es sind die Niederlande. Aber nicht wahr? Wir nehmen es eben nicht so genau. Weiterlesen

Jokulsarlon

Eis ist weiß… ist grau… ist blau… in Island

Im letzten Jahr haben wir Island beschnuppert und Feuer gefangen. Nun, Mitte August, brechen Luciano und ich zu unserer zweiten Reise auf die größte Vulkaninsel der Erde auf. Diesmal hoffen wir auf Nordlichter und jede Menge Eis! Lu ist übrigens mein Sohn, gerade 13 und mein bester Travel Buddy für unwegsame Pisten, Klettertouren und andere Abenteuer.

Moosbewachsenes Lavafeld
Island. Die Insel aus Feuer und Eis, das Land der Extreme, des kapriziösen Wetters und der unglaublich schönen Natur. Ein Mikrokosmos am Polarkreis. Wo Schafe auf den Straßen „Vorfahrt“ genießen und das auch schamlos ausnutzen. Man weiß nie, wo sie gerade auftauchen, auf die Straße springen und einfach dumm glotzen. Wer einen der wolligen Wiederkäuer überfährt, muss dem Besitzer den Schaden ersetzen. Varúð! – Vorsicht also! Weiterlesen

Skyr und mehr im Glas

Lust auf Keks? [Reykjavík]

Manchmal möchte ich gar nicht ankommen. Mir graut vor dem Aus- und Umsteigen, vor dem Schleppen von Gepäck, vor dem Hasten und Hetzen, um ja den Anschluss nicht zu verpassen. Oder ich bin einfach nur müde … mit oder ohne Jetlag. Auch jetzt. Schließlich ist es schon weit nach Mitternacht und wir sind immer noch unterwegs. Mit meinem Filius sitze ich im FlyBus Richtung Reykjavík. Doch während mir schon lange die Augen schwer werden surft Lu noch begeistert im Netz. Im Bus gibt es WiFi. Gratis. Wow – willkommen in Island! 

Sun Voyager
Natürlich kommt er. Unweigerlich. Der Moment in dem ich aus  dem Halbschlaf gerissen werde. Noch einmal Umsteigen: In den kleineren Shuttlebus nämlich, der es durch die engen Straßen der Altstadt von Reykjavík schafft. Weiterlesen

Graffiti II

Walking the streets of Amsterdam

Sie hat Licht- und Schattenseiten. Schwarz-Weiß-Fotografie steht ihr gut. In seinem Song „Amsterdam“ lässt der niederländische Liedermacher Herman van Veen kein gutes Haar an der Grachten-Stadt:

Die Tauben scheißen Rembrandt weiß. Da steht ’ne Schlange vor Anne Frank und auf dem Damm ein Bus voller Japaner. Ne besoffene Frau lallt über den Platz, wird von einem Tandem zweimal überfahren. Und es regnet, regnet, regnet, und wenn es nicht regnet, dann fängt es an zu regnen. …

Joyride
Wie ich Amsterdam an einem kühlen, klaren Samstag im Februar gesehen habe:  Weiterlesen