Himmel über Texel

Komm, wir fahren ans Meer! [Texel]

„Komm, wir fahren ans Meer!“ „Wann?“, will Monsieur wissen. „Morgen. Das Wetter wird fabelhaft!“ Texel-Nordsee_MG_6390-2
Am Ende sitze ich allein im Auto. Gut gelaunt, das Radio spielt. Aus vollem Halse trällere ich die niederländischen Schlager mit. Ich kenne sie alle. Schließlich bin ich im Grenzgebiet aufgewachsen und das, was aus Holland zu uns herüber kam, war hip. Auch wenn es das Wort damals natürlich noch nicht gab. Heute sind die Schlager alles – außer hip. Doch was soll’s? Wir sind ja unter uns. Und Schnulzen dürfen auch mal sein.  Weiterlesen

Im Werner's

Flirt for a day: Rendezvous mit Werner [Niederlande]

Monsieur läuft mir davon. Er läuft und läuft und läuft. Tagein, tagaus, bevorzugt durch die Wälder und immer wieder nach Holland. Ich argwöhne, dass er irgendwann nicht mehr heimfindet. Monsieur ist mein Mann und ein „Runaholic“. Das war er übrigens nicht immer. Leider halte ich da einfach nicht mit. So sehr ich mich bemühe, irgendwo zwischen 5 und 10 Kilometer ist einfach Schluss. Jämmerlich. Ich befürchte, dass meine gerade aufkeimende Liebe zum Laufen schon sehr bald wieder erlischt…Der Strand für uns allein Nur ein paar Möwen leisten uns Gesellschaft
Dabei habe ich durchaus Ausdauer. Schickt mich wandern oder rauf auf einen Berg – Monsieur braucht es flach, Berge sind ihm nicht geheuer – kein Problem! Auch auf dem Rad bin ich ziemlich gut unterwegs… Weiterlesen

Maske von Folkert de Jong

Gestatten: Mondriaan, mit zwei „a“ [Niederlande]

Unzählige Mal bin ich an der weißen Villa mit dem kleinen Schild „Mondriaan“ vorbeigefahren. Der Künstler Piet Mondriaan habe einmal dort gelebt. Der Meister der Abstraktion, der Herr über Gelb, Rot und Blau. „Ob man die Villa besichtigen könne?“ Niemand wusste Genaues und da das hübsche Gebäude zwar auf meinem Fahrweg, nicht aber auf meinem Fußweg lag, ist es bei Blicken geblieben und beim „Ach, bald muss ich aber doch einmal klingeln …“

Haus im Haus - Museums Café
Die Villa steht auch heute noch am Zonnebrink 4 im niederländischen Winterswijk. Inzwischen habe ich tatsächlich dort angehalten, geklingelt. Weiterlesen

Nature Rewired

Nur ein Katzensprung [Niederlande]

… ist es bis nach Holland. Ein, zwei Kilometer von meiner Haustür bis zur Grenze. Plus, minus. Wer nimmt das schon so genau? Wer hier im Achterhoek aufgewachsen ist weiß ohnehin, dass die Uhren jenseits der Grenze anders ticken. Das Leben scheint ein wenig bunter, unbeschwerter, das Lachen ist lauter. Und das macht Holland für mich so anziehend.

Nature Rewired Kaninchen
Genau genommen gehört meine beschauliche Heimatstadt natürlich nicht dazu. Nicht zum Achterhoek, nicht zu Holland. Und genau genommen ist das dort drüben auch nicht Holland: Es sind die Niederlande. Aber nicht wahr? Wir nehmen es eben nicht so genau. Weiterlesen

Graffiti II

Walking the streets of Amsterdam

Sie hat Licht- und Schattenseiten. Schwarz-Weiß-Fotografie steht ihr gut. In seinem Song „Amsterdam“ lässt der niederländische Liedermacher Herman van Veen kein gutes Haar an der Grachten-Stadt:

Die Tauben scheißen Rembrandt weiß. Da steht ’ne Schlange vor Anne Frank und auf dem Damm ein Bus voller Japaner. Ne besoffene Frau lallt über den Platz, wird von einem Tandem zweimal überfahren. Und es regnet, regnet, regnet, und wenn es nicht regnet, dann fängt es an zu regnen. …

Joyride
Wie ich Amsterdam an einem kühlen, klaren Samstag im Februar gesehen habe:  Weiterlesen